Darum geht’s: Warum arbeiten wir in Kanzleien teilweise noch wie vor 16 Jahren? Genau darüber habe ich mit Ramiza Schöne in Folge #42 des Podcasts „Digital im Notariat – Schöne neue Welt“ gesprochen (16. September 2026): über Diktate, die immer noch abgetippt werden, über Software, die sich seit Jahren kaum verändert hat, und darüber, was KI für die Zukunft der Assistenzarbeit bedeutet. Es tut sich etwas. Aber noch viel zu wenig.
🎙️ Seit ich Kanzleien selbstständig unterstütze, sehe ich, wie viel Zeit Aufgaben wie das Abtippen von Diktaten binden. Dabei gibt es genug zu tun, wofür das Fachwissen des Teams gebraucht wird. Für mich war deshalb die Frage: Wie lässt sich dieser Arbeitsschritt einfacher lösen? Daraus ist DiktatAI entstanden. Im Podcast sprechen wir darüber, wie Technik Kanzleien und ihre Mitarbeitenden konkret entlasten kann.
Die Folge im Überblick
- Podcast: Digital im Notariat – Schöne neue Welt
- Gastgeberin: Ramiza Schöne (NOTARTEC)
- Folge: #42 „Warum tippen wir eigentlich noch? Über KI, Fachkräftemangel und ziemlich freche Software mit Franziska Stein / diktat.ai“
- Erschienen: 16. September 2026, rund 78 Minuten
- Themen: Diktate, die immer noch abgetippt werden. Software, die sich seit Jahren kaum verändert hat. Und was KI für die Zukunft der Assistenzarbeit bedeutet.
Es tut sich etwas. Aber noch viel zu wenig.
Digitalisierung sollte im Jahr 2026 die Arbeit einfacher machen und nicht komplizierter.
Ich glaube, wir haben uns in Kanzleien an zu viele Dinge gewöhnt, die schon lange nicht mehr zeitgemäß sind. Zum Beispiel daran, Diktate abzutippen. Oder daran, Software erst einmal „lernen“ zu müssen. Oder daran, dass neue Tools komplizierter sind als das eigentliche Problem, das sie lösen sollen.
Und irgendwann wird aus „Das machen wir eben so“ ein „Das kann man halt nicht anders machen.“
Doch. Kann man.
Wer Diktate noch abtippt, verschwendet seine Zeit
Ich habe selbst erlebt, wie viel Zeit allein das Tippen von Diktaten kosten kann. Und genau deshalb habe ich irgendwann gedacht: Das muss doch einfacher gehen.
Ich setze meine Zeit lieber für Dinge ein, für die ich tatsächlich Fachwissen brauche.
Für mich ist genau das der Sinn von Digitalisierung: Nicht möglichst viele neue Tools einzuführen, sondern unnötige Arbeitsschritte abzuschaffen.
Einfachheit statt 100 Funktionen
Im Podcast ging es auch darum, warum ich bei Software bewusst auf Einfachheit statt auf 100 Funktionen setze. Denn in meinen Augen muss gute Software nicht einfach möglichst viele Funktionen haben. Sie muss das Problem lösen, für das sie entwickelt wurde.
Das gilt auch für DiktatAI, das ich mitgegründet habe. Es soll keine riesige Software werden. Keine neue All-in-one-Lösung. Und kein System, in dem plötzlich alles abgebildet werden soll. Vielmehr ein kleines Tool, das eine konkrete Aufgabe richtig gut löst: Transkribieren. Nacharbeit reduzieren. Und perspektivisch noch stärker mit anderen Systemen zusammenspielen.
Ein Tool, das aus der Praxis entstanden ist, sollte auch mit der Praxis weiterentwickelt werden. Nicht nach dem Prinzip: „Wir haben es gebaut. Jetzt müsst ihr damit klarkommen.“ Sondern: „Ihr nutzt es. Ihr gebt Feedback. Wir entwickeln es weiter.“
Das ist für uns Digitalisierung AUS der Praxis FÜR die Praxis.
Den Podcast hören
🎧 Wenn euch Legal Tech, KI und die Zukunft der Assistenzarbeit interessieren: Hört gerne rein.
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- Gastgeberin: Ramiza Schöne, NOTARTEC